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Das große Juwel der Unterscheidung

Buddha 300

SEIN und Nicht-Sein

Selbsterkenntnis - Selbsterforschung

Das im Vedanta bekannte Werk des Vivekacudamani, welches von Adi Sankara kodifiziert und ihm zugeschrieben wird, stammt aus dem 8. Jahrhundert unserer Zeitrechnung und beinhaltet 580 Sanskrit-Versen, den Slokas.


Es beinhaltet die metaphysische Lehre des Advaita Vedanta und strebt zu der Erkenntnis des Absoluten hin.

Weiterhin beschreibt es und unterstützt die Fähigkeit des Menschen, das Wahre vom Unwahren zu unterscheiden, das Ewige vom Vergänglichen, das Unwandelbare vom Veränderlichen, die Wahrheit vom Irrtum, das EINE-SELBST vom eingebildeten Ego-Selbst.

Die Unterscheidungskraft zu entfalten ist die zentrale Aufgabe eines jeden Menschen. 
Der Aufstieg des Geistes, das Erwachen aus dem Traum der Illusion – der Maya – führt zur Erkenntnis der substanziellen Realität, der letzten und endgültigen EINEN-WAHRHEIT.


Das Vivekacudamani beschreibt die wahre Natur des Menschen, welcher sich als Individuum wahrnimmt, das wahre Selbst, dem Atman - im Westen als der Christus oder der Sohn Gottes beschrieben.


So wird das Individuum, das sich als getrennt wahrnehmende Wesen an seine substanzielle Realität herangeführt.


Aham Bramasmi - Tat Tvam Asi


Das Vivekacudamani verkündet die absolute Wahrheit des Brahman, des Absoluten, des Attributlosen, Ewigen, Glückseligen, das metaphysische Substrat allen Seins.

Das was in der empirischen manifesten Welt sichtbar ist, entspricht einzig einer Illusion, einer Projektion, hervorgerufen durch Mentale Strukturen, den Gedanken.

So ist zu erkennen, dass diese scheinbare Welt nur eine gewisse Realität besitzt, welche ausschließlich auf geistiger Ebene sichtbar wird.


In der Welt der Phänomene irren die Menschen von Geburt zu Geburt, von Traumzustand zu Traumzustand, bis erkannt wird, dass es nur falsch interpretierte Bilder und eine falsche Identifikation ihrer Selbst darstellt.

Es muss unbedingt verstanden werden, dass der Advaita Vedantas keine Philosophie ist wie etwa die Vielfältigkeit der Religionen, welche dem Menschen Sicherheit und Stütze versprechen.

Im Advaita Vedanta werden alle Stützen gentfernt und der Mensch lernt selbst zu gehen und zu unterscheiden, was Wahrheit ist und was Irrtum, Was bin ich, was bin ich nicht.

Um zu erkennen was ich bin muss zuerst erkannt werden, was ich nicht bin.

DAS WAHRE SELBST


WER BIN ICH - Das ist wohl die wichtigste Frage, die sich ein Mensch im Laufe seines Lebens stellen kann und die alles entscheidende für die weitere geistige Entwicklung.

Wir sind das eine wahre Selbst, wir sind DAS EINE was existiert.

Der Hintergrund allen Lebens ist das SEIN, in dem alles wurzelt, was wir erfahren.

Wir sind das EINE Leben, das EINE Selbst, das EINE Sein, das EINE Bewusstsein.


Der Sinn unseres Daseins ist es dies zu ergründen und den Schleier des Vergessens zu lüften.

Jede Vorstellung von uns selbst erzeugt einen Schleier und rückt uns von dem Erkennen unseres wahren Selbst immer weiter ab.

Schicht um Schicht legen wir uns auf und vergessen immer mehr wer wir wahrhaftig sind.

Beginnen wir jedoch uns und unser Leben, welches wir führen, näher zu beleuchten, treten wir ein in den Raum dessen, in welchem wir uns selbst erforschen.

Wir rücken die Schleier beiseite, wir durchdringen die Nebel in welchen wir uns so lange Zeit bewegten.

Dahinter ist immer das Licht.


So geht es für jeden Menschen darum, zu erkennen was er ist und dieses Erkennen in das gelebte Sosein umzusetzen.

“Sei was du bist" - ist dann der neue Leitgedanke.



INHALTE:


Die Slokas sind in 10 Unterteilungen gegliedert


1.   Erste Schritte auf dem Weg – Verse 1 bis 71

2.   Selbst, Potentiale, Bedeckungen – Verse 72 bis 197

3.   Der Zeuge – Verse 198 bis 268

4.   Reales in Irrealem - Verse 269 bis 298

5.   Die Kraft von Gedankenbildern – Verse 299 bis 378

6.   Befreiung im Leben – Verse 379 bis 438

7.   Die drei Arten von Arbeit – Verse 439 bis 468

8.   Lehrer und Schüler – Verse 469 bis 518

9.   Der vollkommene Weise – Verse 519 bis 548

10. Für immer frei – Verse 549 bis 580



Natürlich ist es unmöglich alle Slokas zu besprechen, jedoch sind die prägnantesten Inhalt dieses Tages.