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GaudapadaDer Advaita Vedanta ist die Philosophie der Einheit.

Wörtlich übersetzt bedeutet Advaita »Das Eine-ohne-Zweites«, und Vedanta »das Ende des Wissens«.

Was verstehen wir unter diesem Begriff.

Alles ist Eines, ohne Gegensätze, ohne Polarität, ohne Dualität, ohne Eigenschaften, ohne Attribute, ohne Trennung.

Alles ist im Absoluten enthalten und außerhalb dessen existiert nichts.

In der polaren, empirischen Welt, dem Sichtbaren und auch Unsichtbaren des materiellen Universums, wird alles auf Zweiheit und dadurch auf Gegensätze aufgebaut.

Die Sinne spiegeln dem sich als getrennt wahrnehmenden Menschen den Schatten seiner selbst und all seiner Überzeugungen, Meinungen, Konditionierungen und Glaubenssätze, die er in seinem Inneren wahrnimmt, als Projektion in der äußeren Welt auf seiner Seelenleinwand.

Durch die Sinne und den Verstand erschafft der Mensch auf diese Weise ein »Zweites Ich«, das Ego, was mit seiner wahren Natur jedoch nicht übereinstimmt.

Die Lehre des Advaita Vedanta führt das scheinbare Individuum zurück zum eigenschaftslosen Absoluten, zum ewig Konstanten, dem Unendlichen, zur Einheit in der Quelle und lässt seine wahre Natur erkennen.

Vom Nicht-Sein zum Sein, von der Dualität zum »Einen-ohne-Zweites«, ins reine Sein.

SankaraHierin erkennen wir, dass es nur eine unveränderliche, konstante Wirklichkeit gibt, welche nicht erzeugt noch auslöscht werden kann, ohne Ursache und Wirkung, ohne Zeit und Raum, ohne Gegensätze und Widersprüche ist.

So kann es im Absoluten auch keine Vielfältigkeit, keine Verschiedenartigkeit, kein Entstehen und Vergehen, keine Unbeständigkeit und auch keine Veränderung geben.

Das was wir sehen ist nur eine Vorstellung von Bildern in unserem fehlgeleiteten, scheinbar abgetrennten Geist.Es kann nur eine Wahrheit geben, sonst wäre sie nicht die Wahrheit, nicht das Absolute.

Die Advaita Vedanta Philosophie lehrt uns die Einheit von allem Existierenden wieder zu erfassen, die Verwirklichung in uns geschehen zu lassen und das wieder anzunehmen, was wir ewig sind.

Unsere wahre Natur ist alles durchdringendes universales Bewusstsein, welches einen langen illusorischen Traum träumte und seinen göttlichen, absoluten und ewigen Urzustand vergessen hat.

Diesen Traum können wir nun aufgeben.



Gaudapada und sein Schüler Sankara haben die alten Überlieferungen der Veden in eine Einheitsfassung gebracht, welche die vielen Zweige der östlichen Philosophie in sich vereinigt.

Gaudapada erkannte, dass die letzte Wirklichkeit weder entstehen, noch vergehen kann und somit immerwärend gleich ist, absolut.

Er gab weiter: »Dies ist die höchste Wirklichkeit; es gibt weder Entstehung noch Auflösung, weder Anwärter auf Befreiung noch Befreite oder irgendjemanden, der in Knechtschaft ist«.

Mit dieser Aussage verstehen wir, dass wir immer im Absoluten sind und von einer Unfreiheit nur träumen, wir der Illusion, der Maya Glauben schenken.

Sankara verfasste viele Werke, welche uns heute dazu dienen in die Wiederverwirklichung, in die Erinnerung dessen was wir wahrhaft sind, einzutreten.



Die Essenz aus dieser dargebotenen Lehre manifestiert sich nicht nur in der östlichen Philosophie sondern auch in der westlichen Philosophie, welche durch Platon, Plotin, Sokrates, Pythagoras und weiteren großen Philosophen der Antike in der Philosophia Perennis dargeboten wurde.